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Jesse und sein Keks

Jesse & Keks – Ein Dreamteam!

Jesse ist besonders. Einfach anders. Zu klein und zu leicht für ein Kind in seinem Alter. Er kann sich nicht richtig bewegen, nicht gut laufen und mit dem Sprechen klappt es auch nicht so gut.

Zum Glück ist das seinem Kumpel ‚Keks‘ völlig egal. Der ist einfach für Ihn da und Jesse kann bei ihm so herrlich entspannen.  

Leben mit einer schweren Krankheit ist schlimm. Aber leben ohne Diagnose ist schlimmer. Für den 10-jährigen Jesse und seine Familie ist das traurige Realität.

2010 kam Jesse scheinbar völlig gesund zur Welt. Doch nach 2 Monaten gab es erste Anzeichen dafür, dass irgendwas nicht in Ordnung war. Seinen Kinderazt schien das aber nicht sonderlich zu interessieren. Jesse sei halt einfach ein „Spätzünder“… Bereits mit 5 Monaten begannen diverse Therapieversuche, die mehr oder weniger erfolgreich verliefen.  

Die kraft- und nervenzehrende Odyssee durch den Dschungel der Diagnostik hat bis heute nur ein Ergebnis gebracht. Mit drei Jahren wurde das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) diagnostiziert, eine nur schwer behandelbare Form der Epilepsie. LGS führt zu schweren, teilweise lebensbedrohlichen Krampfanfällen. Es dauerte gut 4 Jahre, bis die Ärzte das zumindest soweit in den Griff bekamen, dass wenigstens keine schweren Anfälle mehr auftreten. Was Jesse aber wirklich fehlt, ist bis heute unklar.  

2015 durfte Jesse das rherapeutische Reiten kennenlernen und macht seitdem beachtliche Fortschritte.

Seine Mutter Monika sagt:

„Seit 2015 besucht Jesse die Hippotherapie beim VzF in Frankfurt Kalbach. Das mach ihm richtig Spaß. Er reitet auf ‚Keks‘, das ist der Name des Ponys. Die Therapeutinnen sind sehr zufrieden mit ihm, da er dort große Fortschritte gemacht hat. Sein Balancegefühl hat sich verbessert. Am meisten begeistert ihn das schnelle Reiten, das eine sehr gute Übung der Rumpfkontrolle darstellt.  Die Motivation zum schnellen Reiten war so groß, dass er die Interaktion (Schnalzen, etc.)  mit dem Pferd lernen wollte und konnte. Durch den Kontakt mit den Pferden ist er glücklich, kann sich entspannen, auch verstärkt sich sein Selbstbewusstsein. Es ist eine Freude, ihm dabei zuzuschauen.“

Jesses Familie hat allerdings ein großes Problem. Nicht genug, dass die Hippotherapie bis heute nicht als Regelleistung anerkannt ist und selbst bezahlt werden muss. Durch die fehlende Diagnose weigert sich die Krankenkasse immer wieder, die Kosten für spezielle Hilfsmittel, Medikamente oder Therapien zu übernehmen, für die sie im Normalfall, mit einer entsprechenden Diagnose, aufkommen müsste. 

Wir freuen uns, dass wir Jesse dank der Hilfe vieler Spenderinnen und Spender 24 Therapieeinheiten im VzF spendieren konnten!

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